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23.03.2018

Carnauba-Wachs: Keine neuen Erkenntnisse durch „plusminus“

  •  „plusminus“-Sendung zeigt alte Bilder, liefert aber keine neuen Erkenntnisse
  • HARIBO bittet WDR erneut um Bekanntgabe der Drehorte, um Verdachtsmomenten nachzugehen
  • Auditierungen trotz Vorankündigung aussagekräftig

 

Bonn, 23. März 2018. Die HARIBO-Gruppe bleibt dabei: Die in einem vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) produzierten Beitrag für die Sendung „plusminus“ vom 21. März 2018 wiederholte Behauptung, HARIBO würde Carnauba-Wachs verarbeiten, das in Brasilien unter menschenunwürdigen und gesetzeswidrigen Bedingungen gewonnen wird, hat sich bei Vor-Ort-Auditierungen nicht bestätigt. HARIBO hatte im November vergangenen Jahres unabhängige und zertifizierte Auditoren beauftragt, bei seinen Carnauba-Wachs-Lieferanten und deren Vorlieferanten zu prüfen, wie die Arbeitsbedingungen auf Carnauba-Wachs-Plantagen sind. Damit reagierte das Unternehmen unmittelbar auf einen WDR-Beitrag für die Serie „ARD-Markencheck“ im Oktober vergangenen Jahres.

Ein HARIBO-Sprecher: „Wir haben die Vorwürfe sehr ernst genommen und einen großen Aufwand betrieben, um hier schnell ein unabhängiges und fundiertes Bild zu bekommen.“ Von einzelnen Verfehlungen abgesehen seien von den Auditoren keine groben Missstände festgestellt worden. „Dass der WDR jetzt alte Bilder wiederholt, aber keine neuen Erkenntnisse liefert, ist enttäuschend. Leider verweigert der WDR bis heute und trotz Bitte jegliche Information darüber, wo die jetzt erneut ausgestrahlten Aufnahmen entstanden sind. Wir werden den WDR nun erneut bitten, uns diese Informationen bereit zu stellen. Wir sind an Verbesserungen in der gesamten Carnauba-Industrie sehr interessiert, aber ohne konkrete Hinweise können wir natürlich nichts ausrichten.“

Unabhängige Audits bestätigen angemessene Arbeitsbedingungen

HARIBO hatte im Nachgang der Sendung „ARD-Markencheck“ seine Lieferanten, zwei Vorlieferanten sowie zehn Plantagen im Nordosten Brasiliens untersuchen lassen. Der Fokus der Audits lag auf den dortigen Arbeitsverhältnissen. Die Ergebnisse der unabhängigen Auditoren waren eindeutig: Auf allen Plantagen arbeiteten freiwillige Kräfte zumeist aus der näheren Umgebung, für die die Carnauba-Ernte als Saisongeschäft ein willkommener Zuverdienst ist. Die Versorgung vor Ort ist gut, der Arbeitsschutz angemessen, die Arbeitszeiten sind moderat und gut geregelt, entlohnt wird nach Position und Leistung.  

Niemand wurde, beispielsweise durch systematische Überschuldung oder andere ausbeuterische Praktiken, gegen seinen Willen an einen Arbeitgeber gebunden. Auch waren alle Arbeitskräfte – mit einer Ausnahme – zum Zeitpunkt der Auditierung volljährig. Lediglich ein junger Mann stand bei der Auditierung zwei Monate vor Vollendung seines 18. Lebensjahres. Einziges Manko, das die unabhängigen Auditoren vor Ort festgestellt haben: Da einzelne Erntekräfte nach Akkord bezahlt werden, wird in Einzelfällen der gesetzliche Mindestlohn unterschritten. HARIBO drängt bei seinen Lieferanten bereits darauf, dass die Entlohnung angemessen ist und in jedem Fall den gesetzlichen Mindeststandards genügt.

Keine Alternative zu angekündigten Auditierungen

Auch die Kritik, HARIBO habe die Auditierungen vorher angekündigt, weswegen die Ergebnisse wenig aussagekräftig seien, weist HARIBO entschieden zurück. Erstens erfolgten die Ankündigungen nur wenige Tage vor dem Besuch, so dass auf den Plantagen keine grundlegenden Änderungen hätten vorgenommen werden können – beispielsweise der Bau von Sanitäranlagen. Zweitens habe man sehr erfahrene Auditoren eingesetzt, die mit den Verhältnissen vor Ort und in ähnlichen landwirtschaftlichen Betrieben vertraut und nicht leicht zu täuschen sind. Drittens schließlich sei man bei den Auditierungen auf die Mitwirkung der Vorlieferanten sowie der Plantagenbesitzer angewiesen. Da keine direkten Geschäftsbeziehungen zu den einzelnen Plantagen bestehen seien diese Auditierungen nur durch das Entgegenkommen der Beteiligten möglich sind.

Carnauba-Wachs wird im Nordosten Brasilien aus der Carnauba-Palme gewonnen. Diese Palmenart wächst nur dort, zumeist in einzelnen Baumgruppen an mitunter weit auseinanderliegenden Standorten und demnach also keine typische Plantagenpflanze. Die Carnauba-Wachs-Ernte ist für viele Menschen in der Region, häufig kleine Familienbetriebe, ein willkommener Zuverdienst. Carnauba-Wachs wird in der Kosmetik-, Pharma- und Kfz-Industrie-verarbeitet, beispielsweise als Bestandteil von Polituren. In sehr geringen Mengen ist das Wachs Bestandteil eines in der Süßwarenindustrie weit verbreiteten Überzugsmittels, welches das Zusammenhaften einzelner Produktstücke, beispielsweise von Fruchtgummi, im Beutel verhindert.

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